#Hochwasser - Hilfe durch Social Media

#Hochwasser - Hilfe durch Social Media

Magdeburg, 17. Juni 2013: Es war unglaublich, was wir in den letzten Wochen beobachten konnten. Unglaublich schrecklich auf der einen Seite, als die Pegelstände in diesem Jahr auf Rekordwerte kletterten, Straßen und Häuser überschwemmt wurden und Menschen ihr Hab und Gut verloren. Unglaublich auf der anderen Seite, das Engagement und die Hilfsbereitschaft vieler Menschen, die Tag und Nacht Sandsäcke befüllten und sich den Wassermassen entschlossen entgegen stellten. Aber noch ein dritter Aspekt war von entscheidender Bedeutung, ohne den vieles in diesem Maßstab vielleicht gar nicht möglich geworden wäre: Die sozialen Medien.

Denn während das Wasser immer höher stieg, organisierten sich auf Facebook und Twitter bereits hunderte, dann bald tausende und zehntausende Menschen. Die Facebook-Seite Hochwassernews Magdeburg beispielsweise zählt bis zum heutigen Tage fast 50.000 Follower. Über diese Kanäle wurden schnell die neusten Informationen über die Hochwassersituation, Pegelstände und Hilfegesuche verbreitet. Wenn ein Aufruf zum Füllen von Sandsäcken kam, waren bereits nach wenigen Minuten die ersten Helfer vor Ort. Durch die Sozialen Medien bildete sich so ein Zusammenschluss mit einer beeindruckenden Eigendynamik, getragen von den Bürgern selbst. Informationen wurden hundertfach geteilt, erhielten so eine riesige Reichweite und steckten alle mit dem gemeinschaftlichen Helfergedanken an. Leute die Fragen hatten, bekamen diese in den Netzwerken schnell beantwortet. Im Zusammenspiel mit Feuerwehr, THW und den Helfern der Bundeswehr entstand eine Front gegen die Flut, die beeindruckender kaum hätte sein können. 

An Ereignissen wie diesen erkennt man das große Potential, welches in den sozialen Medien steckt. Es zeigt sich, wie Menschen über diese Kanäle große effektive Gemeinschaften bilden, wie Solidarität gefördert wird und schnell geholfen wird. So wächst aus sozialen Medien soziales Engagement. Eine Bewegung in diesem Maße mit einer solchen Dynamik hätten die klassischen Medien kaum zustande bringen können.